Nürnberg…

…meine Heimatstadt.
Es stimmt zwar nicht ganz. Eigentlich bin ich in Erlangen, gleich neben Nürnberg, geboren und aufgewachsen. Aber bis es mich aus beruflichen Gründen weg von Nürnberg zog – damals in Richtung Allgäu – hatte ich dann doch einige Jahre meines Lebens in dieser schönsten und zweitgrößten Stadt Bayerns verbracht.
Damals habe ich die Stadt nicht so sehr genossen wie heute, wenn ich – zwar nur selten – zurück komme.
Und dann bin ich ganz Tourist und schaue mir immer wieder gerne die vielen wunderbaren Ecken meiner früheren Heimat an, von denen es wirklich viele gibt.
Man kann einige Tage damit verbringen, die Vielseitigkeit von Nürnberg zu entdecken.
Auf Grund der fast 1000-jährigen Geschichte und der nicht ganz rühmlichen näheren Vergangenheit hat die Stadt historisch Einiges zu bieten. Zunächst gibt es die Kaiserburg, das Wahrzeichen der Stadt und der Nürnberger Versicherung, die über der Altstadt thront. Am Stadtrand findet man das Reichsparteitagsgelände mit einem toll gemachten Dokumentationszentrum.
Kultur wird geboten im Germanischen Nationalmuseum und im Neuen Museum: Kulturgeschichte sowie Kunst und Design sind die Themen dieser beiden Museen.

Bayern Nürnberg Altstadt grün Pegnitz Henkersteg

Nürnberg – Altstadt mit Pegnitz und Henkersteg

Ein schönes Kneipenleben findet man in den Stadtteilen Gostenhof und Johannis, in welchem auch der doch etwas „spezielle“ Johannisfriedhof zu finden ist. Hier liegt der wohl bekannteste Bürger der Stadt, Albrecht Dürer, begraben.
Aber jetzt nach und nach…

Die Altstadt von Nürnberg

Überragt wird die Altstadt von der Kaiserburg, von wo aus man einen tollen Blick über das Stadtzentrum genießen kann. Ferner kann man an einer Führung durch die Burg teilnehmen oder die Ruhe im Burggarten genießen.

Nürnberg Kaiserburg Burggarten

Nürnberg – die Kaiserburg

In jedem Fall sollte man nach dem Hufabdruck des Pferdes von Eppelein von Gailingen suchen. Nachdem der Raubritter zum Tode verurteilt wurde, ist er angeblich mit seinem Pferd über die Burgmauer gesprungen und entkommen. Deshalb auch der Spruch, der uns Nürnbergern noch heute nachhängt: „Die Nürnberger hängen keinen – sie hätten ihn denn!“

Wenn man über den Albrecht-Dürer-Platz (mit dem Albrecht-Dürer-Haus) in Richtung Hauptmarkt läuft, kommt man an den Lochgefängnissen vorbei, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Unterirdische, dunkle Zellen und das ein oder andere Folterinstrument gibt es zu sehen. Nur einen Katzensprung von den Lochgefängnissen entfernt ist der „schöne Brunnen“. Es gibt zwei Ringe am schönen Brunnen – einen Messingring und einen Eisenring. Den letzteren muss man Drehen, wenn man einen Kinderwunsch hat.
Wieder nur ein paar Meter weiter kommt man an die Pegnitz mit einigen schönen Brücken und Stegen. Hier müsst Ihr den Henkersteg und den Kettensteg – die älteste, eiserne Kettenbrücke Deutschlands – anschauen. Nahe am Kettensteg ist der Kaspar Hauser Platz, wo der gleichnamige Junge 1828 gefunden wurde.
Klar, es gibt noch mehr in der Altstadt von Nürnberg anzuschauen: viele Kirchen, den weißen Turm (der gar nicht weiß ist) und und und…
…und: ein tollen Blick über die Altstadt und auf die Burg hat man vom Adler Parkhaus. Fahrt hier unbedingt mit dem Aufzug ganz nach oben. Es lohnt sich wirklich, wenn nicht wieder gerade die freie Sicht durch einen Kran behindert ist.

Aber es gibt auch ein paar Museen, die es sich lohnt zu besuchen.

Museen in Nürnberg

Besonders stolz bin ich auf das Neue Museum, nicht zuletzt weil ich damals die Chance hatte am Bau beteiligt gewesen zu sein.
Nicht nur die Kunst im Museum macht das Neue Museum sehenswert, das ganze Museum ist ein „Kunstwerk“: die lange, gekrümmte Glasfassade, die freitragende Wendeltreppe imFoyer und der weiße Sichtbeton. Einfach toll…

Nürnberg die Straße der Menschenrechte Dani Karavan Sichtbeton

Nürnberg – Die Straße der Menschenrechte

Entlang des Germanischen Nationalmuseums führt die Straße der Menschenrechte. Der israelische Künstler Dani Karavan schuf diese Straße mit 27 weißen Sichtbetonstützen, in die Auszüge aus der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ eingraviert sind. An einem Ende der Straße ist „Das Tor“, welches ebenfalls aus weißem Sichtbeton hergestellt ist. Und das Tollste an der Straße der Menschenrechte ist, dass ich auch hier mitbauen durfte.

Für die Kinder unter uns gibt in Nürnberg noch das Spielzeugmuseum und für die Interessierten über das Geschehen in Nürnberg während des zweiten Weltkriegs ist der Besuch des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände ein Muss. Letzteres ist aber etwas außerhalb gelegen.

Was gibt es sonst noch zu tun in Nürnberg

Ein Zoo ist nicht jedermann Sache, aber – wenn man es denn mag – lohnt sich ein Besuch im Nürnberger Tiergarten, da er auch landschaftlich recht schön ist.
Wieder zurück in der Stadt, kann man noch in die Felsengänge, in die Weißgerbergasse und – ganz wichtig – nach all den Strapazen „3 im Weckla“ essen.

Und jetzt ein paar Bilder zu „meiner Stadt“…

Fotos

Wenn man ohnehin schon in der Nähe ist, lohnt sich auch ein Abstecher nach Bamberg.

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