Der Süden von Laos hat nochmal so Einiges zu bieten:
Mekong „zum Anfassen“, einen Hauch von Angkor, spektakuläre Wasserfälle…
Eigentlich sollte auch in diesem Teil von Laos für jeden Wunsch etwas dabei sein, aber jetzt erst mal der Reihe nach.

Der Vat Phou, ein Hauch von Angkor in Laos

Beim Vat Phou handelt es sich um einen Tempel der bis zum heutigen Tag verschiedene Stilrichtungen durchlief und verschiedenen Glaubensrichtungen diente.
Der Bau des Tempels wurde im 4ten Jahrhundert von den Cham noch völlig ohne „Schnörkel“ begonnen. Ende des 5ten Jahrhunderts wurde die Tempelanlage durch die Khmer ausgeweitet und hinduistisch-animistisch genutzt. Erst im 14ten Jahrhundert wurde der Komplex dann zu einem buddhistischen Tempel umfunktioniert.

Zur der Zeit, als die Khmer den Tempel nutzten, wurden junge Frauen als Menschenopfer dem Gott Shiva dargeboten. Ausgewählte Frauen mussten 32 verschiedene Eigenschaften erfüllen (z.B. wohlgeformte Hände und Brüste), um überhaupt als Opfer in Frage zu kommen. Wurde eine bestimmte Frau als nächstes Menschenopfer auserwählt, wurde sie noch 6 Monate auf ihre Opferrolle vorbereitet, ehe ihr Blut Shiva geopfert wurde. Die Opfersteine, auf denen die Frauen hingerichtet wurden, kann man heute noch sehen.

Der „Aufstieg“ zum Vat Phou über unendlich viele und sehr steile Stufen lohnt sich wirklich. Der Tempel ist klein aber fein und die Aussicht ins Tal einfach toll.

Das Bolaven-Plateau mit seinen Wasserfällen

Das Bolaven-Plateau erreicht man östlich von Pakse nach circa 1-stündiger Autofahrt. 3 Wasserfälle, die es dort zu sehen gibt, machen die Anfahrt lohnenswert: Tad Yuang (Tad=Wasserfall, Yuang=Steinbock), Tad Fane (Fane=Reh) und Tad E-Tu…
Achtung: Bei Tad Yuang und Tad E-Tu muss man wieder viele und noch dazu sehr steile Stufen gehen, um die Aussicht genießen zu können.

Mekong zum „Anfassen“

Im südlichen Laos, unmittelbar vor der Grenze nach Kambodscha, fächert sich der Mekong in viele kleinere Flussläufe auf. Dieses Gebiet wird auch „4000 Inseln“ genannt. Circa 200 von den „4000 Inseln“ sind bewohnt; die größte der bewohnten Inseln trägt den Namen Don Khong und ist mehr oder weniger der Beginn der „4000 Inseln“ (von Norden aus). Ziemlich im Süden der „4000 Inseln“, schon nahe an der Grenze nach Kambodscha, findet man die kleinere, ebenfalls bewohnte Insel Don Khone.

Don Khone ist mit dem Boot von Tha Ban Nakasang aus erreichbar. Je nach Leistung des Bootes dauert die Überfahrt nach Don Khone 30 bis 40 Minuten. Unterwegs können das Treiben am Ufer, Fischer bei der Arbeit oder einfach die herrliche satt grüne Landschaft bewundert werden. Auf Don Khone selbst kommt man dann entweder mit dem Tuktuk oder mit angemieteten Fahrrädern voran.

Im Westen von Don Khone liegen die Stromschnellen Ta Li Phi, wo der Mekong auf eine kurze Strecke mehrere Höhenmeter wett machen muss. Unbedingt sehenswert…

Ein paar Kilometer südlich von Tha Ban Nakasang ist noch der Khone Phapheng, der angeblich breiteste Wasserfall der Welt: über eine Breite von einem Kilometer überwindet der Mekong hier 10 bis 15 Höhenmeter.

Was gibt es sonst noch im Süden von Laos?

Wir hatten leider nur 2,5 Tage Zeit für den Süden von Laos. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann sich noch auf die Suche nach den Mekong-Delfinen machen. Angeblich gibt es aktuell (2017) nur noch 3 verbliebene Exemplare. Toitoitoi daür, dass ihr einen davon finden könnt.
Ansonsten waren die Menschen auch hier im Süden von Laos wieder ausgesprochen nett und aufgeschlossen. Man kann durch die einfachen, aber liebenswerten Dörfer am Straßenrand laufen, ohne sich als Eindringling zu fühlen, da man dort auch als Tourist noch mit einem Lächeln begrüßt wird.

Schön war es in Laos…

Fotos


Und jetzt auf nach Kambodscha – Angkor wartet…

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