Der Khao Yai Nationalpark


Der Khao Yai Nationalpark ist mit seiner Gründung im Jahr 1962 der erste Nationalpark Thailands und seit 2005 ein Weltkulturerbe.
In Nakhon Ratchasima (Isaan) beginnend erstreckt sich das Schutzgebiet Dong-Phaya-Yen bis nahe an die kambodschanische Grenze. Der Khao Yai Nationalpark (Khao Yai bedeutet „großer Berg“) ist der westlichste Teil dieses riesigen Schutzgebietes. Den höchsten Punkt des Parks findet man auf dem Khao Rom mit 1351 Metern.
Bei den Thailändern ist der Khao Yai Nationalpark besonders beliebt, da er vergleichsweise kühle Temperaturen aufweisen kann.
Ideal für die Flucht aus dem teils unerträglich heißem Bangkok, dass nur rund zwei Autostunden entfernt ist.
Für mich war der Khao Yai Nationalpark ein Ziel sein, welches ich öfters besuchte als ich in Thailand arbeitete. Immerhin ist er nur eine knappe Stunde von meinem damaligen, vorübergehenden Arbeitsplatz im Isaan entfernt.

Was erhoffte ich mir von Khao Yai?


Anders als die Thailänder wünschte ich mir natürlich warme Temperaturen und blauen Himmel, aber vor allem eine oder mehrere Begegnung(en) mit den dort lebenden, wilden Elefanten.
Bei meinem ersten Besuch des Parks im Dezember 2016 blieb mir dies noch verwehrt, beim zweiten Anlauf im April 2017 hatte es ebenfalls nicht geklappt – trotz des Endes der Trockenzeit und der Hoffnung die Elefanten deswegen an den Wasserlöchern finden zu können.
Aber, ich gab nicht auf, obwohl auch der dritte bis sechste Anlauf (Dezember 2017; April, Mai, Juni 2018) ohne Erfolg blieben, was eine Elefantensichtung angeht.
Also musste ich mich zunächst auf Anderes konzentrieren, zum Beispiel auf die

Wasserfälle im Khao Yai Nationalpark


Immerhin gibt es die 100%ige Sicherheit schöne Wasserfälle zu sehen, wenn es mit den Elefanten schon nicht klappt.

In der Mitte des Parks findet man den Haew Suwat Wasserfall.

Khao Yai Nationalpark in Thailand: Natur pur und Wasserfälle (Haew Suwat Wasserfall und Haew Narok Wasserfall)

Khao Yai Nationalpark – Haew Suwat Wasserfall

Diesen kann man über einen kurzen und einfachen Weg vom Parkplatz aus erreichen. Es geht nur ein paar wenige Stufen nach unten und schon ist man da. Bei diesem Wasserfall wurden einige Szenen für den Film „The Beach“ gedreht. Man kann sich also vorstellen, dass er somit recht fotogen sein muss.
Ebenfalls von diesem Parkplatz aus startet einen Wanderweg durch den Urwald, von welchem aus man mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Krokodil sehen kann. Eigentlich sind Krokodile nicht heimisch im Khao Yai Nationalpark. Dieses Exemplar wurde wohl irgendwann von einem Ranger oder Besucher ausgesetzt und es scheint sich wohl zu fühlen. Mittlerweile ist ein richtiges „Kaliber“ aus dem Krokodil geworden.
Bei einem Besuch im Park konnten wir entlang dieses Wegs zum Krokodil auch zwei grüne Pit Vipern finden.

Khao Yai Nationalpark gruene Pit Viper

Khao Yai Nationalpark – grüne Pit Viper (weiblich)

Unspektakulär und schlafend lagen sie zusammengerollt im Grün. Ohne Guide, den wir an diesem Tag glücklicherweise hatten und den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann, hätten wir die Schlangen nie und nimmer gesehen.
Anders als bei anderen Tieren, sind bei den Pit Vipern übrigens die weiblichen Tiere die Hübscheren.

Ein weiterer herrlicher Wasserfall ist der Haew Narok Waterfall.
Der Weg zu diesem Wasserfall dauert (in eine Richtung) circa 30 bis 40 Minuten, wobei das letzte Stück des Hinwegs relativ beschwerlich ist. Viele kleine Stufen, nicht für große Füße geeignet, führen zum Wasserfall schier endlos hinunter.
Die Aussicht auf den Wasserfall ist es dann aber wieder wert. Speziell in der Regenzeit sind es unglaubliche Wassermengen, die den Haew Narok Wasserfall hinunterstürzen.

Ein schön zu laufender Weg führt, vom Nordeingang des Parks kommend und circa 2 km vor dem Visitor Center beginnend, zum

Nong Pak Chi Wildlife Watching Tower


Thailand Khao Yai Nationalpark Nashornvogel

Khao Yai Nationalpark – Nashornvogel

Man passiert große Grasflächen bevor der Weg am Aussichtsturm an einem See endet. Schreie der Gibbons konnte man unterwegs teilweise hören, zu sehen waren sie leider nicht. Immerhin konnte man viele Vögel sehen, wenn schon die Elefanten wieder fern blieben fern… Noch…

Thailand Khao Yai Nationalpark Echse

Khao Yai Nationalpark – Echse


Nashornvögel im Khao Yai Nationalpark


Mir war es bislang gar nicht bewusst, dass es so viele unterschiedliche Typen / Spezies an Nashornvögeln gibt.
Bei meinem vierten Besuch im Park konnte ich mich aber dann von der Vielzahl an Nashornvogel-Arten überzeugen, als wir innerhalb der ersten beiden Stunden im Park 3 verschiedene Arten sehen konnten.

Khao Yai Nationalpark Nashornvogel Hornbill

Khao Yai Nationalpark – Nashornvogel (Hornbill)

Zwar waren die Vögel relativ weit weg, es waren aber einige imposante Erscheinungen dabei. Teils mit dickem „Knubbel“ auf dem Schnabel, teils mit dickem, gelben und die Nashornvogel-Frauenwelt hypnotisierendem Hals. Faszinierende Vögel…

Besuch Nummer 7 im Khao Yai Nationalpark


Wiederum von einem privaten Guide begleitet, ging es im Juli 2018 zum siebten Mal in den Park. Bei TripAdvisor fand ich Jungle Planet. Hierbei handelt es sich um eine Unterkunft in der Nähe des Parks, deren Inhaber Peak aber auch geführte Touren in den Park anbietet.
Um 06:00 Uhr früh ging es los und stramm durch bis am Abend um 17:30 Uhr – nur durch eine kurze Mittagspause unterbrochen.
Bereits kurz nach der Einfahrt in den Park erspähte Peak Nashornvögel (Hornbills). Leider waren sie erneut weit weg, dennoch machte der Great Hornbill seinem Namen alle Ehre. Einfach großartig, dieses Tier.
Ein paar Meter weiter fand Peak einige Breitrachen, in diesem Fall den Long-tailed Broadbill: grüner Körper, gelber Kopf mit schwarzer Maske und blauer Schwanz. Eigentlich müsste dieser Vogel „Great Broadbill“ heißen.

Khao Yai Nationalpark Papageibreitrachen long tailed broadbill

Khao Yai Nationalpark – Papageibreitrachen

Wieder ein paar Meter weiter: Eindeutige Schreie, die Äste hatten sich bewegt und da waren sie. Eine Gibbon Familie ist durch die Bäume getobt und hatte uns für längere Zeit gut unterhalten.
Nachdem eine zwei Meter lange und richtig dicke Kobra unseren Weg gekreuzt hatte, war es dann auch endlich mit „meinem“ Elefanten so weit. Ein junger Bulle stand glücklich und zufrieden auf einer Wiese und ließ sich bestaunen.

Khao Yai Nationalpark Elefant Elephant

Khao Yai Nationalpark – Elefant

Eine Stunde hatte er sich nicht vom Fleck bewegt, nur gegessen und uns „Touris“ die Chance auf ausreichend Bilder gegeben.
Der Tag bot noch so viel mehr: Schildkröten, Rehe, weitere bunte Vögel, Skorpione…
Entweder lag es an Peak und seinem Gespür für die Tierwelt oder einfach am Glück oder es war eine Kombination aus Beidem. Fakt ist: Der Khao Yai Nationalpark ist immer für eine Überraschung gut und ihr solltet auf jeden Fall bei einem Thailand Trip genügend Zeit für den Park einplanen.

Nachfolgend ein paar Bilder.
Zum Vergrößern einfach anklicken.

Fotos

Mehr Elefanten gibt es hier zusehen – im Kui Buri Nationalpark.

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