Sansibar: Tauchen um Nungwi an der Nordspitze der Insel…

oder…
Ein Taucher, der nicht taucht, taugt nichts…

Krank zum Urlaubsbeginn

Dieser Satz spukte drei Tage und drei Nächte in unseren Hirnen, nachdem wir uns wohl auf dem Hinflug nach Sansibar oder während des Transfers nach Nungwi eine dicke und fette Erkältung eingefangen hatten.
Fieber, Schüttelfrost und eine vom Schnäuzen tiefrote und wunde Rotznase – so fing „das Tauchen“ auf Sansibar an…

Wir wären keine echten Taucher, wenn wir denn nicht am vierten Tag mehr auf unser Taucherherz, als auf unseren nur in geringen Maße vorhandenen Taucherverstand, gehört hätten.
Die Ohren noch leicht belegt, die Nase alles in allem schon wieder frei, ging es endlich los…
Und…
Erleichterung…
Der Druckausgleich klappte…

Die Tauchbasis

…und die Spannung stieg, ob wir denn eine Auswahl von dem, was im Internet so angepriesen wurde, auch sehen könnten. Auf der Homepage von East Africa Diving, der Tauchbasis, der wir uns für den kompletten Aufenthalt anschlossen, war unter anderem die Rede über Sichtungen von Zackenbarschen, Schildkröten, Geistermuränen, Angler- und Schaukelfischen, vom Mauritius-Skorpionsfisch (=Rhinopia) und sogar von gelegentlichen Delfin-Begegnungen.

Treffpunkt an der Basis war, gezeitenabhängig, immer zwischen 08:30 Uhr und 10:00 Uhr.
Delene, die südafrikanische Inhaber-Hälfte, kümmerte sich um einen reibungslosen Ablauf, nahm noch letzte Wünsche der Gäste entgegen und managte alles was es zum Managen gab. Delene muss man einfach mögen…

Je nach Entfernung der ausgewählten Tauchplätze fuhren wir mit der Dhow oder dem Speedboot los:
näher gelegene Tauchplätze wurden mit der Dhow angefahren; zu den entfernteren Tauchplätzen – wie zum Beispiel nach Mnemba – wurden wir mit dem Speedboot (Zodiac) gebracht.
Die Fahrten dauerten in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten, getaucht wurde (bis auf die Ausnahme Mnemba) alles in allem bis in eine Tiefe von maximal 20 Metern; bei Mnemba wurde die 30-Meter-Marke überschritten, da dort die Hoffnung auf Haie bestand.
Eine Tauchzeit von 60 Minuten sollte eingehalten werden – dies wurde jedoch nicht all zu eng gesehen…

Folgende Tauchplätze haben wir um Sansibar angefahren:

Nankivelle Rock


…haben wir als eher unspektakulär empfunden…

Shanes Reef (4 TG)


…Sepia, Drachenköpfe, die allgegenwärtigen Fangschreckenkrebse, Schaukelfische, Oktopus, Muränen, riesige Seenadeln, Drachenköpfe und Garnelen – mein Lieblings-Tauchplatz um Sansibar – hier ist für fast jeden etwas dabei…

Mnemba (2 TG)


…die ersten Großfische: ein Napoleon und ein Kartoffelbarsch; ferner Krokodilsfische und ein riesiger Anglerfisch…

Tumbatu Island (4 TG)


…je nach Tauchplatz sind entweder Hart- oder Weichkorallen vorrangig vertreten; in diesen tummelten sich Nacktschnecken, Drachenköpfe, Garnelen und wieder Fangschreckenkrebse (Mantis Shrimp) – macht Shanes Reef harte Konkurrenz um den Titel des Lieblings-Tauchplatzes…

Mbwangawa


…riesige und schier endlose Hartkorallen (Salatkorallen) und zum Ende des Tauchgangs 4 Schaukelfische auf 2 Quadratmetern…

Coral Garden


…wieder ein Schaukelfisch, ein großer Tintenfisch, knallig orange Nacktschnecken und Muränen ohne Ende…

House of Turtles


…Nomen est Omen: 5 (relativ scheue) Schildkröten auf der Sandfläche, Kugelfische, Nacktschnecken und ein falscher Steinfisch (Buckeldrachenkopf)

Kichafi


…ein Schaukelfisch, Drachenköpfe und Nacktschnecken; ansonsten, wegen der starken Dünung und der damit verbundenen bescheidenen Sicht, nicht unbedingt mein favorisierter Tauchplatz………

So einiges durften wir also schon erleben und sehen.
Zugegeben: Am Anfang mussten wir uns in der sansibarischen Unterwasserwelt erst „eintauchen“. Der Kontrast zu den bunten Tauchplätzen in Indonesien (wo wir zuletzt meist waren) ist einfach zu groß: relativ flache Riffe, viel Sand und wenig Farben – wenn man sich dann aber „eingetaucht“ hat, bietet auch das Tauchen um Nungwi eine schöne und abwechslungsreife Auswahl an Tauchplätzen mit einer Menge an Leben…
Schön war das Tauchen hier – Jambo…

Die nachfolgenden Bilder können durch Anklicken vergrößert werden; am Ende könnt Ihr gerne im Textfeld Euere Erfahrungen zum Tauchen um Nungwi oder vom Rest von Sansibar teilen…

Fotos

Einen kleinen Bericht mit Fotos zu Sansibar über Wasser gibt es hier

This article has 2 comments

    • Ralph

      East Africa Diving kann man getrost weiterempfehlen.
      Falls Du mit diesen tauchst solltest Du nach MJ als Guide fragen – er war klasse…
      Leven Bank konnten wir leider nicht tauchen, da es teils die Wetterbedingungen nicht erlaubten; nach Aussage der Basis würde es sich aber auch nicht wirklich richtig lohnen.
      Teile gerne Deine Erfahrungen, falls Du zu den Leven Banks hinaus fahren solltest.
      Grüße,
      Ralph

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